obst im glas
Haushalt

Sommer aus dem Glas – Obst einkochen für die kalte Jahreszeit

Wer reichlich Früchte in seinem Obstgarten erntet, schafft es meist nicht, diese komplett frisch zu verzehren. Einige Obstsorten sind auch nur bedingt lagerungsfähig. Wohin also mit der schmackhaften Ernte? Ganz einfach: Ab ins Glas damit! Egal, ob frisch aus dem eignen Garten geerntet oder vom Markt gekauft – mit eingekochtem Obst konservieren Sie den Sommer für viele Monate! So müssen Sie auch in den kalten Monaten nicht auf Tiefkühlware oder Obstkonserven zurückgreifen, sondern können aus der Vielfalt des Vorratsschrankes wählen. Obst oder auch Gemüse lässt sich problemlos pur in seiner ursprünglichen Form, als schmackhaftes Kompott oder süße Marmelade einmachen. Auch ein würziges Chutney schmeckt selbstgemacht gleich noch mal so gut und eignet sich auch hervorragend als Geschenk für Freunde und Familie.

Die Qual der Wahl: Welches Obst eignet sich zum einkochen?

Grundsätzlich lässt sich jede Obstsorte konservieren. Besonders beliebt sind sicherlich Äpfel, Birnen, Kirschen, Mirabellen und Pflaumen. Aber auch Aprikosen oder Beeren eignen sich zum Beispiel in Form von Marmelade sehr gut zum einkochen. Der eigene Geschmack und die Kreativität bestimmen hier, welche Köstlichkeiten hergestellt werden.

Das richtige Glas zum einkochen: Weckglas, Spannbügel- oder Schraubverschluss

Grundsätzlich lässt sich jede Obstsorte konservieren. Besonders beliebt sind sicherlich Äpfel, Birnen, Kirschen, Mirabellen und Pflaumen. Aber auch Aprikosen oder Beeren eignen sich zum Beispiel in Form von Marmelade sehr gut zum einkochen. Der eigene Geschmack und die Kreativität bestimmen hier, welche Köstlichkeiten hergestellt werden.

Das richtige Glas zum einkochen: Weckglas, Spannbügel- oder Schraubverschluss

Der Klassiker unter den Einmachgläsern ist sicherlich das Weckglas, welches vor über 100 Jahren von dem deutschen Unternehmer Johann Weck erfunden wurde. Die Bezeichnung „einwecken“ hat hier auch ihren Ursprung. Die Weckgläser zeichnen sich durch einen Gummiring, der zwischen Glas und Deckel gespannt wird, sowie Metallspangen zum verschließen aus. Weckgläser eignen sich am besten für die Methode des Einkochens, da sie bei anderen Konservierungsmethoden nicht so fest verschließen.
Spannbügelgläser funktionieren ähnlich wie Weckgläser. Deckel und Glas sind hier allerdings durch die Bügel schon miteinander fixiert. Zum einkochen wird zusätzlich ein Gummiring zwischen Glas und Deckel für den luftdichten Verschluss benötigt.

Besonders für Marmeladen oder Konfitüren sind Gläser mit Schraubverschluss („Twist-Off -Gläser“) beliebt. Dank dem Kunststoffdeckel lassen sie sich einfach öffnen und verschließen.

Vorbereitungen fürs einkochen: Auf die Hygiene achten!

Wesentlich für eine lange Haltbarkeit der eingekochten Früchte ist, dass sich keinerlei Verunreinigungen am Glas, dem Deckel oder den Arbeitsutensilien befinden. Andernfalls ist die Mühe umsonst und das eingekochte Obst verdirbt durch eingedrungene Bakterien oder Keime schnell. Daher unbedingt nur intakte Gläser verwenden und darauf achten, dass auch verwendete Gummiringe nicht porös sind.
Gläser, Deckel und Gummiringe sollten vor dem Befüllen sterilisiert werden, um Keime abzutöten. Dafür alles in einen Topf mit kochendem Wasser legen und fünf bis zehn Minuten kochen. Anschließend können die Utensilien auf einem sauberen Geschirrtuch getrocknet werden. Alternativ ist es auch möglich, die Gläser und Deckel zehn Minuten bei 120 Grad im Backofen zu sterilisieren. Das ist sicherlich die platzsparendere Variante. Intakte Gummiringe, die wiederverwendet werden sollen, können ein paar Minuten in Essigwasser gekocht werden.

Selbstverständlich sollten die sterilisierten Gläser nur noch mit sauberen Händen angefasst werden! Auch sonstiges Zubehör, das für das Einkochen verwendet wird, sollte stets auf Sauberkeit überprüft werden.

So geht‘s Schritt für Schritt: Einkochen im Topf oder Backofen

  1. Bereiten Sie das Obst nach entsprechendem Einkochrezept zu. Dabei ist darauf zu achten, dass das Obst vorab gut gereinigt wird und nur unversehrte Früchte ohne Druckstellen verwendet werden.
  2. Sollen die Früchte in ihrer ursprünglichen Form eingekocht werden, werden sie entkernt, kleingeschnitten, in das Glas gegeben und mit Flüssigkeit (bei Obst häufig Zuckersud, ggf. mit Gewürzen) aufgefüllt. Anderes Einkochgut wie Marmelade lässt sich auch gut mit einem Einfülltrichter ohne kleckern ins Glas füllen. Der Rand der Gläser muss unbedingt sauber bleiben.
  3. Anschließend die Gläser rasch nach der entsprechenden Methode sorgsam verschließen.
  4. Im Topf:

Die verschlossenen Gläser werden in einen Topf gestellt, wobei darauf zu achten ist, dass sie sich untereinander nicht berühren. Um dies zu verhindern, gibt es spezielle Einsätze für Töpfe. Ein einfaches Geschirrtuch erfüllt aber den gleichen Zweck.
Anschließend wird Wasser aufgefüllt bis die Gläser zu drei Viertel mit Wasser bedeckt sind. Das Wasser wird langsam auf eine Temperatur von 80 bis 100 Grad erhitzt und das Einkochgut je nach Rezept zehn Minuten bis zwei Stunden gekocht. Luft und Wasserdampf dehnen sich dabei im Glas aus. Beim Abkühlen außerhalb des Topfes entsteht dann ein Vakuum. Die empfohlenen Einkochzeiten des Bundeszentrums für Ernährung können Sie sich hier herunterladen.
Im Backofen:
Statt im Topf können die Gläser auch im Backofen eingekocht werden. Dazu wird die Fettpfanne mit Wasser befüllt und auf die unterste Schiene gestellt. Darin finden dann auf einem Geschirrtuch die befüllten und verschlossenen Gläser ihren Platz. Auch hier dürfen sie sich untereinander nicht berühren!
Nun werden die Gläser mit Obst bei 175 Grad so lange erhitzt bis Luftbläschen darin aufsteigen. Der Ofen kann dann ausgeschaltet werden und die Gläser bleiben noch für 30 Minuten mit geschlossener Tür darin stehen, um anschließend außerhalb des Ofens langsam abzukühlen.

  1. Die Gläser sollten jeweils vorsichtig aus dem heißen Wasser genommen und am besten auf einem Geschirrtuch abkühlen. Die Klammern müssen bis zum vollständigen Erkalten auf den Weckgläsern bleiben. Ob ein Vakuum entstanden ist, lässt sich nach dem Abkühlen erkennen: Werden die Klammern von den Gläsern gelöst und mit dem Deckel angehoben, sollte sich dieser nicht lösen. Bei Twist-Off-Gläsern lässt sich an einem nach unten gewölbten Deckel erkennen, ob alles geklappt hat.

Und nun ab ins Regal!

Nun ist es fast geschafft! Damit auch in ein paar Monaten noch die richtige Köstlichkeit aus dem Regal gezogen wird, müssen die Gläser nun nur noch mit ihrem Inhalt beschriftet werden. Sinnvoll ist es, auch ein Einkochdatum zu vermerken. Eingekochtes sollte kühl und dunkel gelagert werden. Ein trockener Kellerraum eignet sich dafür am besten. Steht Ihnen dieser nicht zur Verfügung, achten Sie darauf, dass das eingekochte Obst zumindest vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist.