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So werden Geranien richtig gepflegt?

Geranien sind nach wie vor die beliebtesten Pflanzen für Kübel und Blumenkästen, die im Sommer ihren Charme versprühen. Doch wie werden sie richtig gepflegt und welche Fehler sollten vermieden werden? Um wunderschöne Blickfänge auf den Balkon und die Terrasse sowie auf Fensterbänke zu zaubern, erklären wir Ihnen hier, auf was Sie bei der Pflege von Geranien achten müssen.

Wo fühlen sich Geranien wohl?

Geranien lieben warme und sonnige Plätze. Vor allem die direkte Mittagssonne in den Sommermonaten bevorzugen diese wunderschönen Pflanzen. Bereits im Mai, nach den Eisheiligen und je nach Wetterlage, können die Geranien aus dem Winterquartier ins Freie umziehen. Wichtig ist auch hier bereits ein sonniger Standort. Denn grundsätzlich gilt bei Geranien, je mehr Sonne sie haben, desto mehr Blüten bilden sich. Ein weiterer wichtiger Punkt dabei ist, dass sie wenig Regen von oben bekommen. Nicht umsonst blühen die Geranien in den Alpenländern so üppig. Hier kann man beobachten, dass sie meist an einem Balkon mit Regenvordach zu finden sind.

Geranien pflanzen – so ist es richtig

Direkt nach dem Kauf sollten die Geranien in ein größeres Gefäß umgetopft werden. Natürlich wäre es gut, sie direkt in den entsprechenden Balkonkasten einzupflanzen, wenn dies möglich ist. Geranien lieben eine hochwertige Erde, sowie Blähton als Drainage und belohnen Sie dann mit einer üppigen Blüte. Beim Umtopfen ist es wichtig, dass der Wurzelkranz am Ballen geöffnet wird. Somit können die Pflanzen sich besser in die frische und hochwertige Erde einwurzeln. Bei Hängegeranien sollten entsprechend hohe Gefäße genutzt werden, damit sich die Pflanzen perfekt entfalten können.

TIPP: Pro Geranie im Blumenkasten sind zwei bis drei Liter Erdvolumen nötig. Bei der Bepflanzung im Kübel sind pro Pflanze fünf bis zehn Liter Erdvolumen nötig. Nur so kann sich die Geranie perfekt entfalten.

Diese Pflege benötigen Geranien

Die Pflege der Geranien beginnt nach der Überwinterung. Hier ist es nötig, dass die Pflanzen gleich zu Beginn der Saison ordentlich verwöhnt werden. Empfehlenswert ist ein Umtopfen mit neuem Substrat und zudem sollten sie auch langsam an das Freiland gewöhnt werden. Während die Überwinterung im Dunkeln stattfindet, sollten die Geranien ab Februar an einen hellen aber kühlen Ort gestellt werden. Um sie dann ans Freiland zu gewöhnen, können die Pflanzen ab April tagsüber nach draußen. Jedoch sollte eine intensive Sonneneinstrahlung vermieden werden. Zudem müssen sie in der Nacht wieder in ihr „Frühlingsquartier“ einziehen, um Frostschäden zu vermeiden.

TIPP: Triebe, die sich im Winter gebildet haben, müssen gekürzt werden. An diesen sogenannten Geiltrieben wachsen keine Blüten.

Ab Mai können die Geranien dann komplett ins Freiland, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist. Es werden sich schnell neue Triebe bilden, die dann eine wundervolle Blütenpracht hervorbringen. Nun ist eine gleichmäßige Wasserversorgung wie auch ein regelmäßige Düngung notwendig. Außerdem müssen verblühte Blütenstände direkt entfernt werden, damit sich keine Samen bilden und Sie bald wieder mit neuer Blütenpracht verwöhnt werden können.

TIPP: Bei Cascade Sorten entfällt das Entfernen der alten Blüte, da die Hängegeranie die verblühten Blüten einfach abwirft.

Wie werden Geranien gegossen und gedüngt?

Geranien sind von Natur aus sehr pflegeleicht. Während im Winterquartier eine wöchentliche Wassergabe ausreicht, benötigen die Pflanzen im Sommer allerdings wesentlich mehr Wasser. Geranien sollten nie austrocknen. Allerdings sollte auch Staunässe vermieden werden, da dies die reich blühenden Pflanzen gar nicht mögen. Wichtig ist, dass der Boden immer leicht feucht ist.

TIPP: Mit einem Wasserspeichersystem wird der Gießaufwand um einiges erleichtert und die Geranien haben, auch an sehr heißen Tagen, immer ausreichend Wasser zur Verfügung.

Bei der Düngung der Geranien ist ebenfalls einiges zu beachten. Im Winterquartier werden die Geranien selbstverständlich nicht gedüngt. Beim Neukauf von Geranien sollten diese direkt nach dem Umtopfen mit einem Langzeitdünger gedüngt werden. Zum einen haben sie einen guten Start in den neuen Töpfen und zum anderen sind sie für die ersten Wochen gut versorgt. Nach etwa 4 bis 6 Wochen sollte dann zu einem Geranien Dünger mit Guano gegriffen werden. Beim Gießen kann dann, nach Dosierung laut Hersteller, die Geranie entsprechend mit Nährstoffen versorgt werden. Ab September wird die Zugabe von Dünger minimiert und während der Überwinterung komplett eingestellt. Wer nur wenige Geranien hat, kann natürlich auch auf Düngestäbchen mit Langzeitwirkung zurückgreifen.

TIPP: Erhalten Geranien zu wenig Dünger, werden die Blätter hellgrün und zudem blühen sie nicht mehr so reich.

Rückschnitt und Überwinterung von Geranien

Auch bei der Überwinterung der Geranien ist auf einiges zu achten, damit sie auch im nächsten Sommer wunderschön und üppig blühen. Geranien vertragen keinen Frost und bei Temperaturen unter 0° C erfrieren sie. Des Deutschen liebste Pflanze sollte ab September an einem hellen Platz mit Temperaturen um 5° C stehen, nachdem sie zurückgeschnitten wurde. Die Geranien sollten etwa um 2/3 gekürzt und die Blätter sollten entfernt werden. Dies dient dazu, dass so die Verdunstung verringert werden kann und auch deutlich weniger Platz für das Winterquartier anfällt. Außerdem wird so auch der Schädlingsbefall minimiert. Gegossen werden sollte die Pflanze nun etwa einmal die Woche mit wenig Wasser. Ab November kann die Geranie auch problemlos an einem dunklen Ort stehen. Die Temperaturen sollten allerdings die Marke von 5° C niemals unterschreiten, damit die Geranie gut durch den Winter kommt.

Wer diese kleinen Pflegetipps beherzigt, wird jedes Jahr aufs Neue eine wunderschöne und üppige Blütenpracht erleben können. Denken Sie aber bitte daran, dass die meisten Pflanzen nicht erfrieren, sondern vertrocknen