Allgemein Stauden

Ein einmaliges Gartenwunder erschaffen – Stauden optimal teilen und vermehren

Stauden zu teilen und zu vermehren ist wohl für jeden eingefleischten Garten-Fan ein ganz besonderes Erlebnis. Sie können Ihre Pflanzen-Zöglinge von der Geburtsstunde an mit voller Hingabe begleiten und erleben hautnah den Wachstum, die prächtige Blütezeit sowie manchmal auch die Entstehung neuer Arten. Kurzum – Ein spannendes Gartenerlebnis für jeden wahren Gartenliebhaber. Allerdings sollten Sie beim Teilen und Vermehren Ihrer Pflanzen auf einige wichtige Aspekte achten, damit Ihre Lieblinge auch wirklich in einem einmaligen Glanz erstrahlen können.

Die richtigen Vorbereitungen für das Teilen der Stauden treffen

gartenarbeit

Damit Ihr Vorhaben mit Erfolg gekrönt wird, müssen Sie zunächst einige gewinnbringende Vorbereitungen treffen. Hierfür sollten Sie sich am besten etwas Zeit nehmen und herausfinden, welche Pflanzenart Sie am liebsten teilen und vermehren möchten. Ist dies erfolgt, so besteht der nächste Schritt darin, eine geeignete Mutterpflanze aus dem eigenen Garten auszusuchen. Diese sollte am besten vollkommen gesund sowie optimal entwickelt sein. Besonders gesunde und ältere Pflanzen bieten sich als Mutterpflanzen an, da ihnen das Teilen oftmals einen perfekten Vitalitätskick gibt.

Der perfekte Zeitpunkt für das Teilen von Stauden

Für die meisten Pflanzen ist das Frühjahr, besonderes die März und Aprilmonate, der ideale Zeitpunkt für das Teilen. Denn in dieser Zeit beginnt die innere Uhr der Zöglinge an zu ticken und der Fokus ist auf das optimale Wachstum gerichtet. Die Pflanzen entwickeln nun oftmals neue Blätter, Triebe sowie Wurzeln oder besitzen sie bereits. Des Weiteren werden sie auch von einem ausreichenden Wärme- und Lichtzufluss unterstützt. Dies birgt allerdings auch so seine Gefahren. Denn aufgrund der auftretenden Wärme und dem schnelleren Feuchtigkeitsverlust darf das Wässern in keinem Fall zu kurz kommen. Achten Sie aus diesem Grund immer auf eine ausgewogene Flüssigkeitszufuhr und auf den Zustand der Pflanzen. Darüber hinaus spielt aber auch die aktuell bestehende Wetterlage eine zentrale Rolle. Für Teilungsarbeiten ist ein Tag, mit trüben, regnerischen und nur wenig windigem Wetter, ideal. Sind solche Voraussetzungen nicht gegeben, so sollten Sie am besten zu Beginn die entsprechenden Teilstücke schattieren. Nichtsdestotrotz sollten Sie allerdings auch bedenken, dass nicht alle Stauden bereits im Frühjahr geteilt werden. Aus diesem Grund sollten Sie sich an die folgende Faustregel halten:

Sommer- und herbstblühende Stauden werden vorzugsweise, aufgrund der ausreichenden Nährstoffaufnahme, im zeitigen Frühjahr geteilt.
Frühjahrs- sowie Frühsommerblüher sollten allerdings im Idealfall sofort nach der Blüte geteilt werden, um die Pflanzenstärke zu unterstützen.

Tipp: Es gibt bestimmte Pflanzenarten, wie die Taglilien, die sowohl im Frühjahr, nach der Blütezeit als auch im Herbst geteilt werden können. An dieser Stelle ist es sehr empfehlenswert, diese Stauden entsprechend zu markieren. Dies kann mittels Schildern oder Etiketten leicht erfolgen. Auf diese Weise verschaffen Sie sich einen besseren Überblick über Ihre Gartenwelt und können zudem die Lebensphasen der Pflanzen ideal begleiten. Auch der NDR hat zu diesem Thema recherchiert.

Stauden teilen – Eine wahre Verjüngungskur

Gerade Pflanzen, die allmählich ihre Blühfreudigkeit verlieren und mittig kahl werden, profitieren von dem Teilungsprozess. Denn das Teilen wirkt sich auf diese Pflanzen in der Regel sehr verjüngend aus. Infolgedessen erhalten sie sowohl eine gestärkte Wachstumsfähigkeit als auch eine erneute blühfreudigere Neigung. Aber damit nicht genug: Das Teilen der Pflanzen wird Sie oftmals auch mit einer großen Anzahl an neuen Pflanzen beglücken. Diese Schmuckstücke können Sie anschließend an Ihre Liebsten verschenken oder aber auch als einen zauberhaften Bestandteil Ihrer Gartenwelt behalten. Darüber hinaus müssen Sie Ihre Stauden natürlich nicht jährlich verjüngen. Achten Sie hier auf die Lebensdauer und das Wuchsverhalten, um den idealen Zeitpunkt für eine Verjüngung bei Ihrer Pflanze festzustellen. So sollten kurzlebige Stauden, wie Hornveilchen oder Federnelken, nach etwa zwei bis drei Jahren eine Verjüngung erhalten. Auf diese Weise wird einer schnellen und vorzeitigen Vergreisung entgegengewirkt. Bei Frühsommer-Astern, Lupinen oder Purpurglöckchen hingegen wird eine Teilung erst nach etwa vier Jahren nötig. Diese Arten sind in der Regel zwar sehr robust, sollten aber dennoch stets auf ihren Zustand hin geprüft werden. Noch widerstandsfähiger sind an dieser Stelle nur langlebige Arten, wie zum Beispiel die Trollblume, Pfingstrose oder das Tränende Herz. Diese Arten brauchen ihre Zeit, um in einem vollen Glanz zu erstrahlen. Somit sollten Sie diesen Pflanzen so viel Zeit wie möglich geben und ein häufiges Umpflanzen oder Teilen vermeiden. Darüber hinaus gibt es auch Arten, bei denen die Einzeltriebe keine Bewurzelung aufzeigen und somit nur schwer geteilt und anschließend vermehrt werden können. Als fast unteilbar gelten allerdings Arten, wie Küchenschelle oder Riesenschleierkraut, da sie eine markante und tief reichende Pfahlwurzel besitzen. Aus diesem Grund sollten Sie eine Teilung von tief reichenden Wurzel-Arten nicht vornehmen.

So gelingt das Teilen der Stauden spielend leicht

Das ideale Teilen von Stauden ist gar nicht so schwierig, wie die meisten Menschen annehmen. Zunächst muss der Wurzelballen der erwählten Mutterpflanze gelöst werden. Hierfür benötigen Sie einen Spaten oder aber eine Grabegabel. Das ausgewählte Arbeitsgerät stechen Sie nun in den Boden und führen es rund herum um den Wurzelstock. Durch gezielte und mehrmalige Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen wird das Lösen des Ballens hierbei erleichtert. Falls die ausgesuchte Staude allerdings ein kompaktes Wurzelwerk aufweisen sollte, so empfiehlt es sich, den Ballen mittels Messer, scharfem Spatenblatt oder einer Säge zu zerteilen. Hierbei sollten Sie aber darauf achten, dass die Teilstücke mindestens zwei unversehrte Triebknospen besitzen. Die Teilstücke sollten im besten Falle faustgroß sein, da eine geringere Größe gegenüber großen Stücken schneller und kräftiger wachsen. Wenn Sie jedoch ein lockeres Wurzelwerk, von beispielsweise Arten wie Sonnenbraut oder Glattblattaster, teilen möchten, so brauchen Sie nicht so viel Kraft aufzuwenden. Hier genügt es, wenn Sie das Wurzelwerk mit geringer Kraft händisch zerpflücken oder brechen. In jedem Fall sollten Sie daran denken, die vertrockneten und kranken Wurzelteile sowie etwaige verkahlte Stauden zu entfernen. Ist dies geschafft, so ist der Teilungsprozess vollzogen.

Stauden optimal vermehren

Der Stauden-Vielfalt sind fast keine Grenzen gesetzt. Ähnlich sieht das auch bei dem Prozess der Vermehrung aus. Die bekannteste Art und Weise ist aber das Verwenden von Samen. Je nach Pflanzen-Art keimen die Samen unterschiedlich. So sind die geläufigsten Stauden-Arten sogenannte Kaltkeimer, die einen bestimmten Kältereiz über eine längere Zeit für das optimale Keimen benötigen. Es gibt allerdings auch Arten, wie die Vielfarbige Wolfsmilch, die sofort keimen und keinen speziellen Reiz brauchen. Dahingegen werden aus empfindlichen Samen, von beispielsweise Scheinmohn oder Lupinen, keine Gartenfreunde. Diese Arten finden in einem Garten nämlich keine idealen Keimbedingungen vor und sollten nach ihrer Blüte abgesammelt und in einem Gewächshaus kultiviert werden. Das Tolle an einer Vermehrung mittels Samen ist aber generell, dass Sie eine hohe Wahrscheinlichkeit auf die Entstehung neuer Pflanzenarten erhalten. So können die neu entstandenen Pflanzen, gegenüber der Mutterpflanze, zum Beispiel eine andere Blütenform oder Farbe aufzeigen. Natürlich können Sie neben Samen auch andere Pflanzenteile, wie Triebe, Wurzeln oder Blätter für eine Vermehrung nutzen. Vorteilhaft hieran ist, dass die neuen Stauden aufgrund des genetischen Materials oftmals exakte Kopien von der einstigen Mutterpflanze sind. Des Weiteren besitzen diese neuen Pflanzen gegenüber Arten einer Aussaat oftmals einen leicht verbesserten Wachstumsvorsprung. Wenn Sie also an einer Pflanze aus Ihrem Garten Gefallen gefunden haben, so sollten Sie eine Vermehrung aus Pflanzenteilen anstreben.

Die optimale Pflege von Stauden

Stauden pflege

Nicht nur die Teilung spielt bei der Gartenarbeit eine wesentliche Rolle, auch eine gezielte Staudenpflege sowie ein regelmäßiger Rückschnitt sind unerlässlich. Wer seinen Pflanzen einen soliden Winterschutz geben möchte, der kann vertrocknete Pflanzenteile stehen lassen. Diese schützen die Pflanzen vor der Kälte und bieten parallel vielen Tieren in der kalten Jahreszeit Unterschlupf. Falls Sie aber einen üppigen Blütenwunsch hegen, so wäre ein Rückschnitt eine gute Wahl. Hierfür werden an der Pflanze alte Blütenstränge und überwuchernde Pflanzenteile radikal verkürzt. Auf diese Weise konzentriert die Pflanze ihre Energie nicht nur auf die Samenbildung, sondern schraubt sich etwas zurück. Im Folgejahr werden Sie hierfür mit einem umso prächtigeren Blüten-Panorama belohnt.

 

Der ideale Winterschutz für Teichpflanzen; Bodendecker und Ziergräser

Teich im Winter

Die meisten Gartenbesitzer fangen im Oktober an, ihren Garten winterfest zu machen. Besonders der Gartenteich benötigt hier sehr viel Zuwendung. Noch bevor der erste Frost sich ankündigt, müssen die Wasserhähne sowie Schläuche kontrolliert und abgestellt werden. Auch eine Reinigung des Filters und der Pumpe ist essenziell. Je kälter es wird, desto rascher sollte die Arbeit beginnen. Abgestorbene Pflanzenteile sowie Unkraut müssen nun aus dem Teich und im Garten entfernt werden. Rohrkolben oder Schilfhalme brauchen aber nicht weichen. Diese Pflanzen halten nämlich die Wasseroberfläche des Teichs im Winter offen und stellen später im Schnee auch ein unglaublich schönes Winterlandschaftsbild dar. Die meisten einheimischen Teichpflanzen, Bodendecker und Ziergräser überstehen zudem den Winter problemlos. Zwar ziehen sich die Pflanzen zurück, dennoch keimen sie im nächsten Frühjahr wieder mühelos auf. Allerdings sollte bei Teichpflanzen auf eine ausreichende Tiefe des Gartenteichs geachtet werden, damit sich die Pflanzen ohne Probleme auf den Grund zurückziehen können. Auch Gräser sollten je nach Art im Winter geschützt werden. Sie können zum Beispiel ab einer bestimmten Höhe zusammengebunden oder als Kübel-Pflanze mit einem Tuch umhüllt werden. Bei immergrünen Bodendeckerpflanzen hingegen ist im Winter etwas mehr Zuwendung gefragt. So sollten Sie bei diesen Gartenpflanzen regelmäßig eine Schneebefreiung vornehmen. Schließlich produzieren immergrüne Pflanzen auch im Winter noch Sauerstoff und benötigen für ihre Photosynthese ausreichend Licht. Wer also regelmäßig die Pflanzen vom Schnee befreit, der tut nicht nur sich selbst, den Pflanzen sondern auch seiner Umwelt etwas Gutes. Wie Teichpflanzen richtig gepflanzt werden finden Sie in diesem Beitrag.